Letztes Spiel Oberliga Herren

31 TG Münden
29 TV Jahn Duderstadt

Das mit Hochspannung erwartete Oberliga-Kreisderby hat die TG Münden vor gut 350 Zuschauern gegen den TV Jahn Duderstadt mit 31:29 (12:11) gewonnen. Dabei hatte sich der neue Trainer Jens Wilfer bei seinem Einstand zum Auftakt der Rückrunde insgeheim zwei Punkte erträumt.

Der TV Jahn eröffnete den Torreigen bereits nach 65 Sekunden mit dem 1:0.
Quelle: Swen Pförtner

Hann. Münden

Das mit Hochspannung erwartete Oberliga-Kreisderby hat die TG Münden vor gut 350 Zuschauern gegen den TV Jahn Duderstadt mit 31:29 (12:11) gewonnen. Dabei hatte sich der neue Trainer Jens Wilfer bei seinem Einstand zum Auftakt der Rückrunde insgeheim zwei Punkte erträumt.

Daraus wurde aber nichts. Zwar sah Wilfer über weite Strecken „ein Spiel auf Augenhöhe“, das den neuen Trainer aber nicht vor der bitteren Erkenntnis verschonte: „Wer mehr Fehler macht, verliert eben das Spiel.“ Der Coach sprach nach dem Abpfiff von „zwei, drei unglücklichen Aktionen und falschen Entscheidungen“, die den Eichsfeldern in der Schlussphase zum Verhängnis wurden. „Wir schaffen es wieder nicht in Überzahl zu punkten und machen uns das Leben schwer“, griff Abteilungsleiter Christian Hupe einige Schwachpunkte heraus und fuhr fort: „Wir kassieren unnötige Tore und geben die Führung aus der Hand.“ 

Im Kampf um den Klassenerhalt hat sich die TG Münden mit ihrem zweiten Heimsieg der laufenden Saison erst einmal mit drei Punkten abgesetzt.

Während der TV Jahn noch die Wunden leckte, zeigten sich die Gastgeber nach dem so wichtigen Erfolg bereits in ausgelassener Feierlaune „Am Ende zählt nur der Derbysieg“, brachte Matthias Linke, der Trainer der TG Münden den Ausgang des Spiels auf den Punkt, eher er ein Stück weit ins Detail ging: „Es war wie erwartet kein handballerischer Leckerbissen. Das Spiel wurde letztlich durch eine geschlossene kämpferische Mannschaftsleistung gewonnen. Phasenweise haben wir den Gegner durch eigene unkonzentrierte Abschlüsse und überhastete Spielweise wieder ins Spiel gebracht.“ Am Ende verteilte Linke ein dickes Lob an sein Team: „Ich bin einfach stolz auf meine Mannschaft und freue mich richtig über die schrittweise Entwicklung. “

Auf der Gegenseite klagte Trainer Jens Wilfer zu Recht : „Uns haben einmal mehr die Alternativen gefehlt um Justin Brand und Tobias Fritsch zu entlasten.“ Zu allem Überfluss fiel diesmal Til Winkler nach knapp 45 Minuten mit einer Knieverletzung aus. Außerdem plagte sich der ungarische Torjäger Laszlo Ujvari erneut mit seinem lädierten Ellbogen herum, sodass er bei weniger Einsatzzeiten gleichermaßen nur mit angezogener Handbremse spielen konnte. Gute Noten verteilte der Duderstädter Abteilungsleiter Christian Hupe an die besten Werfer wie den Ex-Mündener Justin Brand sowie Tobias Fritsch und Deni Skopic. Dem Trio bescheinigte er „ein starkes Spiel.“

Es fing auch gut an für die Eichsfelder. Nach genau 65 Sekunden eröffnete der achtfachen Schützen Tobias Fritsch mit dem 1:0 den Torreigen. Bis zum 6:6 (14.) abermals durch Fritsch hielt der TVJ die Gastgeber im Auge, die in der Folge aber auf 9:6 (21.) enteilten. Doch spätestens beim 16:16 (38.) hatte Duderstadt durch den Ungarn Ujvari die Hausherren wieder eingeholt. Und es lief noch besser. Der Ex-Mündener Justin Brand (12 Tore), der im ersten Durchgang seinen 100. Saisontreffer markierte, brachte seine Mannschaft mit 21:20 (46.) in Front. Die aufkeimende Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn platzte aber schnell wieder eine Seifenblase. Worüber sich nicht nur Tobias Fritsch richtig ärgerte: „Am Ende haben wir wieder technische Fehler gemacht.“ Und so stand Duderstadt einmal mehr mit leeren Händen da und wurde für seinen Einsatz nicht belohnt. „Münden hat das glücklichere Ende für sich gehabt “, musste Trainer Jens Wilfer schweren Herzens den Sieg der Hausherren anerkennen.

Weiter geht es für den TV Jahn am kommenden Samstag gegen den souveränen Spitzenreiter MTV Großenheidorn, der an diesem Wochenende mit einem 30:25 Sieg gegen die TSV Burgdorf III aufwartete.

TG: Wiegräfe (6), Backs (6/1), Michalke (5), Bolse, Rentsch (je 4), Grambow (3), Lieberknecht (2), Hartig (1)

TVJ: Brand (12/5), Fritsch (8), Ujvari (4), Deni (3), Strube, Winkler (1)

Von Ferdinand Jacksch – Eichsfelder-Tageblatt

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